participAIt untersucht, wie GPT-basierte Dialogsysteme neue Formen digitaler Beteiligung ermöglichen und zugleich Bereiche der Unschärfe sichtbar machen, die in der Interaktion mit künstlicher Intelligenz entstehen. Das Projekt befasst sich mit der Frage, wie Menschen Entscheidungen, Bedeutungen und eigene Positionen aushandeln, wenn sie mit einer Maschine kommunizieren, die Antworten generiert und eine eigene Intention besitzt.

Im Zentrum steht ein Conversational Interface, das städtische Beteiligungsprozesse simuliert und erfahrbar macht, welche Chancen und Grenzen KI-gestützte Kommunikationsformen im öffentlichen Raum mit sich bringen. Die Arbeit verbindet dafür Prototyping, Interface-Gestaltung und Beobachtungen aus Usability-Tests.

Durch den Fokus auf sprachliche Zugänglichkeit, Ambiguitäten in der Antwortgenerierung und das Verhandeln von Bedeutungen greift participAIt zentrale Fragestellungen des Ausstellungsthemas auf: Wie lässt sich im Zeitalter automatisierter Sprache die Fähigkeit des kritischen Lesens und Beurteilens erhalten? Und wie verändert sich Autor*innenschaft, wenn Aussagen nicht eindeutig, sondern probabilistisch entstehen?

Das Projekt versteht KI nicht als verlässliche Instanz, sondern als Medium, das Interpretationen erfordert. participAIt macht erfahrbar, dass Beteiligung in digitalen Räumen immer ein Prozess des Abwägens bleibt – zwischen Erwartung und Ergebnis, zwischen Klarheit und Unschärfe.