Meine Arbeit bewegt sich zwischen den Grenzen von künstlicher Intelligenz, visueller Kultur und räumlicher Erfahrung. In meiner künstlerischen Forschung untersuche ich, wo in KI-basierten Bildgebungsverfahren künstlerische Qualität entsteht: im sichtbaren Output oder in den unsichtbaren Strukturen der Datensätze, Modelle und Parameter, die ihn formen.
Aus meiner hybriden Praxis zwischen Kunst, Informatik und Architektur heraus verstehe ich mich als Architekt digitaler Erfahrungsräume. Meine Arbeiten übersetzen Daten, Trainingsprozesse und algorithmische Entscheidungen in immersive Installationen und interaktive visuelle Systeme. Diese Systeme verstehe ich nicht als direkte Darstellung innerer KI-Mechanismen, sondern als künstlerische Annäherungen an hochkomplexe Prozesse, die sich einer eindeutigen Repräsentation entziehen.
Die produktive Unschärfe zwischen mathematischer Struktur und menschlicher Wahrnehmung bildet für mich ein wesentliches Experimentierfeld. In diesem Zwischenraum mache ich die Dynamiken maschineller Bildverarbeitung erfahrbar und entwickle neue ästhetische Formen im Umgang mit Bilddatenbanken.