Fuzzy Logic

KI-Gestaltung als Möglichkeitsraum

Ort

Hauptgebäude

Interaktion 1

33619 Bielefeld

Deutschland

Ausstellungszeitraum

11 Dez. 2025
— 15 Jan. 2026

Öffnungszeiten

Montag—Samstag 08:00 — 20:00 Uhr

Veranstaltungen

Eröffnung

19:00 — 00:00 Uhr

Künstliche Intelligenz hat das Feld der Gestaltung erweitert, von einer technischen Anwendung zu einem ästhetischen und erkenntnistheoretischen Medium. Zwischen algorithmischer Präzision und künstlerischem Handeln entsteht ein offener Raum, in dem Wahrnehmung, Bedeutung und Autorenschaft neu verhandelt werden.

Fuzzy Logic bezeichnet in der Informatik eine Logik der Unschärfe, die zwischen wahr und falsch Abstufungen zulässt. Das Motto der Ausstellung versteht diese digitale Unschärfe als ästhetisches Prinzip. Nicht Eindeutigkeit, sondern Ambiguität, Irrtum und Interpretation werden hier zu künstlerischen Strategien. Die Fuzzy-Materialität eröffnet ein flexibles Verhältnis zwischen Informationsgehalt und Rauschen. Lücken im Ausdruck schaffen immer auch Bedeutungsspielräume, die erst im Dialog mit den Betrachtenden lebendig werden.

Arbeiten in der Ausstellung


Die gezeigten Arbeiten von Studierenden des Fachbereichs Gestaltung verhandeln die Differenz zwischen künstlerischer und künstlicher Intelligenz. Sie machen sichtbar, dass Kreativität dort beginnt, wo der Algorithmus endet – im Offenen und Mehrdeutigen, in unplausiblen Verbindungen und im menschlichen Maß. Die Ausstellung lädt dazu ein, die Grauzonen zwischen Maschine und Imagination zu betreten – und inmitten synthetischer Gewissheiten die fragile Kunst des Urteilens neu zu entdecken.

Digital bearbeitete Landschaft mit symmetrischer Spiegelung und künstlich begrünten Flächen.

//Colin Östermann

Artificial Contrasts

KI-generierte Darstellung bedrohter Pflanzen mit organisch fließenden Übergängen

//Darius Bange

Artificial Reconstruction Flora

Ein Still-Frame aus der Videoarbeit von Jannik Wellmann mit dem Namen Inner Worlds. Zu sehen ist eine Wand die von einer Person mit Graffiti besprüht wird.

//Janik Wellmann

Inner Worlds

Video- und Objektinstallation zu historischen Atomtests, mit digitalisierten Filmbildern und einem 1 kg schweren Objekt.

//Leo Teufel

It Seemed a Sheet of Sun

Surreales, generativ erzeugtes Bild mit morphenden Formen und traumartigen Elementen.

//Melik Ücler

'ive' - Latente Träume

Interface eines KI-basierten Dialogsystems zur digitalen Bürgerbeteiligung.

//Henriette Hellweg

participAlt

Abstrakte KI-generierte Bildfragmente ohne erkennbare Szene.

//Andreas Jon Grote

Vor dem Bild

Beyond AI Slop — Primäre KI Forschungspfade


In dem Seminar ComfyUI – Beyond AI-Slop erarbeiten die Studierenden einen intuitiven Zugang zur KI-basierten Bilderzeugung. Als Hauptwerkzeug dient ComfyUI, das einen kreativen und zugleich niederschwelligen Umgang mit einer Vielzahl von KI-Techniken ermöglicht. Gemeinsam untersuchen die Studierenden, wie sich diese Verfahren jenseits kurzfristiger Trends in die eigene künstlerische Praxis integrieren lassen. Die Website präsentiert erste eigene Workflows und experimentelle Bilduntersuchungen mit ComfyUI mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen. Die Projekte geben Einblick in frühe individuelle Forschungspfade und verdeutlichen, wie vielfältig generative Werkzeuge in künstlerischen Praktiken eingesetzt werden können.